Leserbrief Bauerntag in Bad Dürkheim zu den Beiträgen Seite 6,14 und 15 Ausgabe 27 vom 03.07.2014

An das landwirtschaftliche Wochenblatt 13.07.2014
Westfalen Lippe per E-Mail
Leserbrief Bauerntag in Bad Dürkheim
zu den Beiträgen Seite 6,14 und 15 Ausgabe 27 vom 3.7.2014

„Selbstkritische Töne waren die Ausnahme“

Auf der Seite “ Frage und Antwort“ wurden Pressestimmen nach dem Bauerntag in Bad Dürkheim beleuchtet.
Die Mittelbayerische-Badische-und Süddeutsche Zeitung bemängelten, dass „selbstkritische Töne auf dem Bauerntag die Ausnahme gewesen sein“.
Dafür gibt es eine einfache Erklärung:
der Deutsche Bauernverband unterdrückt kritische Stimmen systematisch in seinen Reihen und Organen!
Ein Beispiel: das Thema Hofabgabeklausel brennt vielen Landwirten auf den Nägeln, weil gerade kleine und mittlere Betriebe zur Abgabe ihrer Betriebe gesetzlich gezwungen werden, wenn sie Rente erhalten wollen.
Eine breite Diskussion in den landwirtschaftlichen Blättern wird systematisch überall in Deutschland (Ausnahme landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen Lippe) vom Verband unterbunden.
Man glaubt, das Thema könnte“ ausgesessen“ werden. Dass das nicht funktioniert, ist an der allseits öffentlichen Diskussion zu sehen.
Die badische Zeitung“ hat dem Bauernverband ins Stammbuch geschrieben, er solle den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit nicht nur erdulden, sondern aktiv vorantreiben“!
Die Süddeutsche Zeitung fragt berechtigt“ warum werden Deutschlands Hühner-, Schweine, und Kuhställe immer größer“?
Der Deutsche Bauernverband muss endlich seine Agrarpolitik an die Gegebenheiten anpassen! Kleine Betriebe aushungern (HAK), Landflucht steigern und immer weiter „Wachsen oder Weichen“ sind das falsche Rezept!
Der Vizepräsident, Werner Schwarz, fordert Mut zum Dialog mit Politik und Gesellschaft, dazu gehört auch ein offensiver Dialog mit Politik, Gesellschaft und innerhalb des Verbandes!
Die Diskussion über die Abschaffung der Hofabgabeklausel lehnt der Bauernpräsident Ruckwied kategorisch ab, ja er antwortet nicht einmal auf mehrere Schreiben! Ob man seine Mitglieder so behandeln sollte, stellen immer mehr Verbandsobere infrage.
Herr Schwarz ruft die Landwirte zu Öffentlichkeitsarbeit auf, gehört dazu nicht auch die kritische Betrachtung der veränderten Agrarlandschaft und die Bereitschaft des Verbandes, zukunftsfähige Lösungen anzunehmen?
Wann endlich gestattet der Bauernverband seinen Mitgliedern, frei über die Hofabgabe zu entscheiden?

D. Hugenberg
32699 Extertal

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