Stellungnahme zur Medieninformation der Landjugend vom 13.11.2013

Die Landjugend denkt bei der Hofabgabeklausel „rückwärts“ ! 

Erstmalig nach 56 Jahren wird bei den Politikern “ vorwärts“ gedacht! Und schon empört sich die Landjugend (BDL) über die Ankündigungen, die Hofabgabeklausel neu zu gestalten.

Die deutsche Landjugend vertritt nach eigenen Angaben ca.10.000 aktive Junglandwirte von 271.700 Landwirten insgesamt ( lt. Landwirtschaftszählung 2010).

Davon haben weniger als ein Viertel überhaupt Hofnachfolger ( ca. 34.000 Landwirte).

Damit repräsentiert die Landjugend lediglich ca. 3,7 Prozent der Landwirte!

Egoismus auch von den Vorsitzenden ist an dieser Stelle nicht angebracht!

Die in der letzten Legislaturperiode durchgeführten Reformen beim ALG sind wiederum nur Veränderungen von Randbedingungen.

Den eigentlichen Skandal, dass über 200.000 Landwirte ohne Hofnachfolger durch die Hofabgabeklausel gesetzlich gezwungen werden, ihre Betriebe zu verkaufen, zu verpachten oder stillzulegen, haben die Vertreter der deutschen Landjugend offensichtlich noch immer nicht verstanden!

Die Landjugend befürchtet nach einer Umgestaltung der Hofabgabeklausel weniger Planungssicherheit.

Wo ist bisher die Planungssicherheit bei der Tendenz zu teilweise jährlichen Pachtverträgen?

Herr Daun gibt zu bedenken, dass nach einer „Aufweichung der Hofabgabeklausel“

viele Betriebsnachfolger “ zum Zeitpunkt der Übergabe schon so alt sind, dasssie EU – Förderungen nicht mehr in Anspruch nehmen können“.

Eine Erläuterung bleibt er allerdings schuldig.

Bisher wurde von dort immer betont, dass Deutschland die jüngsten Junglandwirte hat, hat sich das nun plötzlich geändert?

Die Vertreter der Landjugend sollten froh sein, dass nun eine europaweite Junglandwirteförderung beschlossen wurde.

Die Zukunftsbetriebe mit Hofnachfolger sind von einer Änderung überhaupt nicht betroffen, da dort überwiegend ein gleitender Übergang der Generationen stattfindet und eine Abgabe erfolgt.

Will die deutsche Landjugend tatenlos zusehen, wie immer mehr kleine Betriebe in die Altersarmut rutschen, weil der Erlös aus Pacht und Rente nicht reichen?

Hält Herr Daun es für richtig, dass ca. 10.000 Landwirte auf ihre Rente verzichten, obwohl sie jahrzehntelang Pflichtbeiträge gezahlt haben?

Der Verzicht wird durch die Hofabgabeklausel erzwungen!

Wir appellieren an die politischen Verhandlungspartner, endlich einen Schlussstrich unter diese soziale Fehlentwicklung in der Landwirtschaft zu ziehen und die kleinen und mittleren Betriebe nicht schlechter zu behandeln als die Zukunftsbetriebe.

Arbeitskreis für die Abschaffung der Hofabgabeklausel

Heinrich Eickmeyer, Dietrich Hugenberg

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s