Reaktion einer Betroffenen: Stellungnahme an den Bauernverband

Dem Arbeitskreis steht eine Stellungnahme einer Betroffenen zur Verfügung, die inhaltlich so an den Bauernverband übermittelt wurde. Wir möchten Sie Ihnen ebenfalls zur Diskussion stellen:

“ Fragen an den Bauernverband:
1. Wie dämlich sind eigentlich die Jungunternehmer in der Landwirtschaft in Deutschland?
Der Bauernverband kümmert sich darum, dass ca. 2.000 landwirtschaftliche Eheschließungsfälle Beiträge in Höhe von 6 Mill Euro nicht nachzahlen müssen, weil sie die gesetzliche 3-Monatsfrist zum Einspruch verschlafen haben. Kommt eine Heirat überraschender als ein Gewitter???? (top agrar online 16.02.2013) DBV hält Beitragsnachforderungen bei Heirat für nicht gerechtfertigt (Pressemeldung Bauernverband 14.2.2013)

2. Kennen sie das Gutachten : „Agrarstrukturelle Wirkungen der Hofabgabeklausel“ von Dr. Mehl, veröffentlicht am 15. Februar 2013 ? (finden sie im Internet)
Sogar die Polen sind fortschrittlicher als wir und verlangen keine Hofabgabe bei Eintritt ins Rentenalter und Bezug/Auszahlung ihrer Altersrente.

Im Gutachten von Dr. Mehl steht, dass bis zu 80 % aller Betriebe (ohne Hofnachfolger) Scheinabgabeverträge abgeschlossen haben sollen, aus Not damit sie ihre Altersrente ausgezahlt bekommen, die teilweise die Hälfte ihres Einkommens ausmacht (ca. 400-450 Euro monatlich).

Und daran bereichert sich sogar noch der Bauernverband weil er für die Bearbeitung und Hilfestellung jährlich von der LSV über 2 Millionen Bearbeitungsgebühr erstattet bekommt! Die Bearbeitungsgebühr für den Bauernverband wäre futsch, würde die Hofabgabeklausel abgeschafft. Hat also der Bauernverband ein verdammtes Eigeninteresse daran, die Hofabgabeklausel zu behalten… verhindert er deshalb vehement, gegen die Interessen seiner Mitglieder, die Abschaffung der Hofabgabeklausel???

3. Weshalb sorgt der Bauernverband nicht dafür, dass 25 Millionen Euro (25.000.000,00 Euro) an seine Mitglieder ausgezahlt werden? Und zwar Jährlich!!!!

– Obwohl die Landwirte durchschnittlich über 35 Jahre Pflichtbeiträge entrichtet haben!
– 25 Millionen Euro (25.000.000,oo €), das betrifft ca. 5.000 alte Landwirte über 65 Jahre.
– 5.000 Deutsche Landwirte werden um ihre selbst eingezahlten Rentenbeiträge betrogen.

4. Die Bundesregierung hat keine Daten zur Hofabgabe (top agrar online 27.08.2012). Somit kann keiner behaupten, wir bräuchten heute noch die Hofabgabeklausel um agrarstrukturelle Funktionen zu erfüllen.

Vielmehr werden täglich rund 90 ha in Deutschland durch Siedlungs- und Verkehrsmaßnahmen aus der landwirtschaftlichen Produktion genommen. Verzichten wir doch auf diese Flächenvergeudung! Haben Landwirte geeignete Hofnachfolger geben sie ihre Flächen freiwillig ab. Wo ist das Problem heute noch? Bei den unfähigen Jungen, die sich hinter der Hofabgabeklausel verstecken müssen? Die Fähigen finden eine berufliche Perspektive! Die Unfähigen klammern sich an die Hofabgabeklausel. Wie lange soll das noch so weitergehen?????“

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