Behm: Hofabgabeklausel für die Junglandwirteförderung das falsche Instrument

Lesen Sie hier eine aktuelle Pressemitteilung von Cornelia Behm (MdB), Sprecherin für Ländliche Entwicklung und für Waldpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Sie können diese auch hier im Original herunterladen: DOWNLOAD PM BEHM):

„Existenzgründungen scheitern an Kapitalmangel, nicht an zuwenigen Hofaufgaben

„Der Appell von Agrarstaatsekretär Bleser, frühzeitig an die Hofnachfolge
zu denken, ist völlig richtig. Die Hofabgabe muss frühzeitig geplant werden,
gerade auch dann, wenn keine Hofnachfolger aus der Familie bereit stehen.
Es gibt jedoch keinen Grund, diesem Appell mit einer Zwangsmaßnahme
wie der Hofabgabeklausel Nachdruck zu verleihen. Denn die Hofabgabe ist,
wie der Staatssekretär völlig zurecht feststellt, eine ureigene Entscheidung
von Unternehmern, die schmerzhaft ist.“ Mit diesen Worten kommentierte
die Sprecherin für Ländliche Entwicklung der Bundestagsfraktion von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cornelia Behm Blesers jüngste Erklärung
zur Verteidigung der Hofabgabeklausel, die Landwirte zur Abgabe ihres
Hofes zwingt, wenn sie nach jahrzehntelanger Beitragszahlung ihre Rente
bekommen wollen.

„Für die Junglandwirteförderung ist die Hofabgabeklausel jedenfalls schon
lange nicht mehr das richtige Instrument,“ ergänzte Behm, „denn immer
mehr Landwirte haben kein Familienmitglied, welches die Hofnachfolge
antreten will oder kann. Oft haben die Kinder längst einen anderen beruflichen
Weg eingeschlagen, wenn der Bauer und die Bäuerin das Renteneintrittsalter
erreicht haben. Die Gängelung älterer Landwirte durch die Hofabgabeklausel
führt nicht dazu, dass Jungbauern diese Höfe regelmäßig zur
Verfügung stehen, sondern oft genug dazu, dass sie stillgelegt und die Flächen
meistbietend verpachtet und dann verkauft werden – bestenfalls an den
benachbarten Bauern, schlimmstenfalls an den meistbietenden außerlandwirtschaftlichen
Anleger.“

„Existenzgründungen in der Landwirtschaft scheitern nicht daran, dass zu
wenige Landwirte ihren Hof aufgäben. Sie scheitern vielmehr daran, dass
junge Landwirte, die keinen Hof erben, zu wenig Kapital für den Hof, das
Land und die Maschinen aufbringen können.“ stellte Behm fest. „Um jungen
Landwirten die Gründung eines eigenen Bauernhofes zu ermöglichen,
bedarf es daher anstelle der Hofabgabeklausel der effektiven Erleichterung
außerfamiliärer Hofabgaben, z.B. durch eine kostenlose Beratung sowie
einen verbesserten Zugang zu Finanzierungsquellen und Fördermitteln.“

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